Die Graubündner Kantonalbank und das Amt für Wirtschaft und Tourismus haben eine neue Ausgabe von«Durchblick 2015 – Graubünden in Zahlen» veröffentlicht. Wir haben ein paar interessante Zusammenhänge zusammengestellt.

1. Es gibt in Graubünden 31’538 Einfamilienhäuser. Denken Sie daran, wenn Sie das nächste Mal auf der Autobahn nach Zürich fahren – allein die Zupflasterung von Wollerau SZ scheint, als ob dort in den letzten Jahren mehr Einfamilienhäuser gebaut wurden als in Graubünden seit Beginn des 19. Jahrhunderts.

2. Interessant ist die Statistik der Tiere, die in Produktionshaltung leben. Zukünftige Chicken Nuggets liegen hier an erster Stelle; 89’784 Tiere sind als Geflügel registriert. Auf Platz zwei sind 71’063 Rinder (Rindergattung), auf Platz drei 50’044 Schafe. Und es gibt mit 11’358 mehr Ziegen als Schafe (6061). Insgesamt leben 234’926 Tiere in Graubünden – und das sind nur diejenigen, die für Produktionsbetriebe gezüchtet werden.

Zusammengefasst bisher: Es leben mehr Schafe in Graubünden als Einfamilienhäuser stehen. Man muss dazu auch sagen, dass die Zahl der neu gebauten Einfamilienhäuser in den letzten Jahren kontinuierlich zurück ging. Ein knappes Drittel davon wurde schon vor 1946 gebaut.

3. Es gibt mehr Frauen als Männer in Graubünden. Aber nur knapp: 98’134 Frauen stehen 97’752 Männern gegenüber. Zusammen sind es 195’886 Einwohner; davon sind 35’389 ausländischer Herkunft, davon wiederum die allermeisten aus Portugal.

Wir fassen wiederum zusammen: Es gibt fast doppelt soviel Tiere in Produktionsbetrieben wie Menschen im Kanton.

4. Von diesen 195’886 Frauen und Männern sind alle nach Berufsstand aufgelistet. Die Sparte der Hausfrauen und -männer beläuft sich dabei auf 7’753 – das sind knapp vier Prozent.

5. Zurück zu den Tieren: In Graubünden sind insgesamt 150’339 Motorfahrzeuge registriert. Das sind immer noch weniger als Tiere hier leben. Oder anders: Auf ein Schaf entfallen etwa drei Motorfahrzeuge.

Die vollständige Statistik aus dem neuen «Durchblick» kann unter diesem Link abgerufen werden. Viel Spass bei der Lektüre!

 

(Symbolbild: Pixabay)