Für viele Fussballklubs ist diese Woche die letzte in der Herbstsaison 2015. GRHeute nimmt dies zum Anlass, den Bündner Fussballs und seine Perspektiven unter die Lupe zu nehmen – dabei sprechen wir nicht vom Status der Bündner Top-Mannschaften, sondern von den Konzepten, wie man Fussballtalente erkennt, fördert und ihre Karriere plant. Dazu beziehen wir uns auf einen kürzlich veröffentlichten Bericht von Claus Caluori, Sportchef des Bündner Fussballverbands. In einer fünfteiligen Serie fühlen wir diese Woche den Profi-Träumen der jungen Bündner Fussballerinnen und -Fussballer auf den Zahn. Heute Teil 4:Die besten (zukünftigen) Bündner Fussballer.

Das seit 1995 eingeführte Nachwuchskonzept des Schweizerischen Fissballverbandes greift langsam auch in Graubünden. Nicht weniger als 10 junge Nachwuchsspieler stehen zurzeit bei einem Schweizer Junioren-Spitzenfussball-Team im Einsatz.

Am Montag haben wir über die Organisation des Nachwuchsfussball in der Schweiz und die Funktionen des Kinderfussballs berichtet, am Dienstag haben wir über das Future-Champs-Ostschweiz und die Einbindung des Bündner Fussballverbands geschrieben, gestern haben wir über die wichtigen typischen Karriereschritte eines (Bündner) Nachwuchsfussballers gesprochen. Heute gilt der Fokus nicht den Konzepten, sondern der Umsetzung: In den letzten Jahren haben einige Nachwuchstalente aus dem Nachwuchsförderungsprojekt des Bündner Fussballverbandes/Südostschweiz den Schritt zu einem Grossklub im Junioren-Spitzenfussball geschafft. Und nicht nur dies, sieben SpielerInnen aus der Südostschweiz (davon fünf aus Graubünden) konnten sich in den letzten Jahren auch schon über Aufgebote von der Junioren-Nationalmannschaft freuen: Simon Rohrbach (FC Bonaduz), Boris Babic (FC Walenstadt), Angelo Campos (Chur 97), Gion Fadri Chande (FC Thusis/Cazis), Tim Staubli (FC Buchs), Eline Schuling (FC Davos) und Livia Peng (FC Ems).

Insgesamt spielen zurzeit 17 Südostschweizer Spielerinnen und Spieler bei einem Spitzenfussball-Nachwuchsteam, 10 junge Männer (6 aus Graubünden) und 7 junge Frauen (4 aus Graubünden). Sie stehen dabei nicht nur beim Future-Champs-Ostschweiz Leuchtturm FC St. Gallen unter Vertrag, sondern sind mittlerweile bei anderen illustren Klubs wie dem FC Basel, dem FC Zürich, den Young Boys oder dem Challenge-League-Klub aus Biel engagiert.

Folgend eine Übersicht der Bündner FussballerInnen, die bei einem Spitzenfussball-Nachwuchsteam unter Vertrag stehen.Future Champs Ostschweiz.15.49Future Champs Ostschweiz.16.15Future Champs Ostschweiz.16.28Future Champs Ostschweiz.15.04Future Champs Ostschweiz.15.29Future Champs Ostschweiz.15.38Future Champs Ostschweiz.17.05Future Champs Ostschweiz.16.55Future Champs Ostschweiz.17.41Future Champs Ostschweiz.17.18

Aus dem Kader Südostschweiz stehen ausserdem unter Vertrag:

Future Champs Ostschweiz.15.18Future Champs Ostschweiz.16.03Future Champs Ostschweiz.14.51Future Champs Ostschweiz.16.38Future Champs Ostschweiz.18.02

Future Champs Ostschweiz.17.28

Future Champs Ostschweiz.17.50

 

Nachtrag: Via Facebook erreichte uns ein Input von Dani Häberli: Mit Dzenan Talic, Jahrgang 1999, FC St. Gallen U17 (ursprünglich FC Untervaz/Landquart/Chur 97) und dem Churer Senad Lulic (Lazio Rom) stehen zwei weitere Bündner Fussballer bei Profiklubs unter Vertrag. Besten Dank für den Hinweis.

In einem Interview mit dem Landquarter Ex-Super-League-Spieler und GRHeute-Kolumnisten Marius Zarn gehen wir morgen der Frage auf den Grund, welche Perspektiven der Fussball in Graubünden mittelfristig hat und welche Tipps er einem Nachwuchs-Spieler geben kann, um eine Profi-Karriere zu starten.

 

(Bilder: GRHeute/www.futurechamps.ch)