Wer sind die zehn besten Spieler der National League A? Zeit, einen Blick auf die Top Performers 2015/16 zu werfen.

 

In der NLA mangelt es zur Zeit nicht an Talenten. Von gestandenen Veteranen wie Severin Blindenbacher, Martin Plüss oder Beat Forster über Spieler in ihrer Blütezeit wie Roman Wick oder Andres Ambühl bis hin zu Jungtalenten (Kindschi, Siegenthaler, Paschoud, Malgin, etc.) bietet die oberste Schweizer Liga alles. Und das beinhaltet die ausländischen Verstärkungen noch nicht, die immer noch die dominantesten Figuren der NLA sind. GR Heute weiss, wer die zehn wichtigsten Spieler der Liga sind.

Prognosen sind immer schwierig, und vieles muss für die einzelnen Spieler klappen, um Ende der Saison auf dieser Liste zu stehen. Geht man aber davon aus, dass die Spieler sich nicht verletzen und sich den Werten ihrer Karriere ähnlich verhalten, dann werden diese zehn Spieler die Meisterschaft am Meisten beeinflussen können.

Folgende Spieler haben den Sprung in die GR Heute Top-10 knapp verpasst:

Daniel Sondell, EV Zug

Roman Wick, ZSC Lions

Auston Matthews, ZSC Lions

Pierre-Marc Bouchard, EV Zug

Finde heraus, wer 2015/16 zu den besten Spielern zählen wird!

 

 

10. Luca Cunti, ZSC Lions

 

Luca Cunti knackt die Top 10 überraschend. Schlussendlich hätte es alleine schon bei den ZSC Lions starke Konkurrenz. Roman Wick oder Austin Matthews zum Beispiel werden höher gehandelt, und auch Shannon, Nilsson, Blindenbacher oder Gehring könnten genannt werden. Cunti blieb letztes Jahr unter seinen Erwartungen, gilt aber immer noch als eines der grossen Talente der NLA. Der Zürcher mit Bündner Wurzeln kann in der Offensive seine Magie entfalten lassen wie wenig andere in der Schweiz. Wenn er die Saison verletzungsfrei übersteht, könnte er ohne Probleme in den Top-10 der Skorerliste erscheinen und Roman Wick als Leader verdrängen.

 

Regular Season 2014/15: 9 G, 14 A, 23 P

Prognose 2015/16: 14 G, 32 A, 46 P

 

 

9. Andres Ambühl, HC Davos

 

Der HCD-Leader steht in seiner 13. NLA Saison, und er scheint keinen Schritt müder geworden zu sein. Ambühl (der nebst Roman Wick und Leonardo Genoni für den SIHF MVP nominiert ist) spielt seit Jahren auf konstantem Niveau und bucht irgendwo zwischen 25-35 Punkten. Büahli war nie bekannt als klassischer Sniper, sondern erfüllte immer die Rolle des Power Forward. Die Bandenfräse gewinnt die meisten Zweikämpfe, ist im Box Play brandgefährlich und ist allgemein extrem zuverlässig: In den letzten 350 Spielen über die letzten 7 Saisons verpasste der Sertiger gerade mal 10 Spiele. Nach dem Rücktritt von von Arx ist der Generationenwechsel komplettiert, und Ambühl hat die Lücke des ehemaligen Leaders bereits geschlossen.

 

Regular Season 2014/15: 13 G, 16 A, 29 P

Prognose 2015/16: 15 G, 15 A, 30 P

 

 

8. Tobias Stephan, EV Zug

 

.930, .926, .930, .922, .919, .925. Das sind die Save-Werte von Tobias Stephan seit seiner Rückkehr aus der NHL 2009. Damals konnte er die Dallas Stars nicht von seinem Talent überzeugen, mittlerweile gilt der ehemalige Churer Goalie als einer der verlässlichsten Torhüter in der Schweiz. Stephan steht selten im Mittelpunkt, dafür sorgen Goalies wie Bührer, Gerber oder Flüeler, der Zuger Goalie lässt dafür Taten auf dem Eis für sich sprechen. Und auch bezüglich Belastung überzeugt Stephan: In den letzten 6 Saisons war er nur bei 3 Spielen nicht der Starting Goalie. Der EV Zug hat dank Stephan eine Sorge weniger.

 

Regular Season Save-% 2014/15: .924

Prognose 2015/16: .921

 

 

7. Felicien Du Bois, HC Davos

 

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Du Bois musste früher gegen Davos oft unten durch. In den Finals 2009 und 2011 prallte der Verteidiger zweimal auf die Bündner und verlor beide Serien. Nach zwei Finalniederlagen und dem Wechsel zu eben diesem HCD hat der Spieler aus Neuchatel letzte Saison endlich seinen ersten Meistertitel feiern können. In den Playoffs wirkte Du Bois teilweise dominant und ersetzte den alternden Forster als Nummer Eins im Team. Du Bois hat einen harten Schuss, skatet enorm gut und ist im Powerplay ein Spielmacher. Der HCD-Verteidiger spielt grösser als er effektiv ist und ist mit 31 Jahren immer noch auf dem Zenith seiner Karriere. Und wenn sich der Knopf nun vollends löst, und Davos in der gesamten Qualität besser wird, könnte Du Bois seine beste Karriere-Saison feiern.

 

Regular Season 2014/15: 7 G, 10 A, 17 P

Prognose 2015/16: 9 G, 21 A, 30 P

 

 

6. Sakari Salminen, HC Fribourg-Gottéron

 

Sakari Salminen ist der Joker in den Top 10. Gut möglich, dass der finnische Nationalstürmer nicht glücklich wird in Fribourg. Das Klima um Sprunger und Plüss strahlte in den letzten Jahren keine grosse Zuversicht aus. Aber wenn Salminen seine Produktion aus den letzten Saisons weiterführen kann, dann aufgepasst: Der 27-Jährige Rechtsschütze war die letzten beiden Saisons Topskorer vom KHL-Team Novogord und könnte auch in der Schweizer Skorerliste ganz vorne mitspielen.

 

Regular Season 2014/15: (KHL) 18 G, 29 A, 47 P

Prognose 2015/16: 21 G, 33 A, 54 P

 

 

5. Erik Gustafsson, Kloten Flyers

 

Und gleich noch ein Neuling: Gustafsson ‚flieht’ ebenfalls aus der KHL, und da er aufgrund von personellen Wechseln momentan keinen Weg zurück in die NHL hat, landet der Schwede bei den Kloten Flyers. Der kleine Verteidiger ist extrem mobil, blitzschnell, kann das Spiel mit dem Puck machen und ist auch in der Defensive ein starker Wert. Letzte Saison buchte der 26-Jährige insgesamt 22 Punkte für Omsk in der KHL und erhielt eine Einladung ans KHL All-Star Game. Von der Grösse und Spielweise wirkt Gustafsson wie ein Mark Streit zu Spitzenzeiten. Wenn alles richtig läuft, kann er sich aber durchaus zum nächsten Nummelin entwickeln.

 

Regular Season 2014/15: (KHL) 6 G, 16 A, 22 P

Prognose 2015/16: 10 G, 30 A, 40 P

 

 

4. Fredrik Petterson, HC Lugano

 

Fredrik Petterson gewann letztes Jahr die Top-Skorer-Krone, und dank dem immensen Talent des HC-Lugano-Sturm kann Pettersson auch diese Saison ganz vorne landen. Der schwedische Stürmer überraschte letzte Saison, als er mit 69 Punkten den besten Sturm der Liga anführte. Pettersson ist eigentlich bekannt für sein Forechecking und seine energetische Spielart. Letzte Saison traf er aber in der Schweiz ein und zeigte sich von der produktivsten Seite seiner Karriere. Auch wenn Petersson physisch keinen einzuschüchtern vermag, so überzeugt er mit seinem Allround-Game und seinem intensiven Spiel. Und auch wenn er diese Saison nicht mehr so viel bucht, so ist seine Kombination aus Energie und einem blitzschnellen Schuss immer noch eine der grössten Verstärkungen für den HC Lugano.

 

Regular Season 2014/15: 33 G, 36 A, 69 P

Prognose 2015/16: 25 G, 22 A, 47 P

 

 

3. Nicklas Danielsson, HC Lausanne

 

Nicklas Danielsson machte am Ende der letzten Saison mit einem hässlichen Foul auf sich aufmerksam. Damals spielte der schwedische Nationalspieler bei den Rapperswil-Jona Lakers und stieg gerade aus der NLA ab. Nun ist Danielsson an den Genfersee gezogen und läuft für den HC Lausanne auf. Und das könnte eine perfekte Kombination sein: Anders als die chaotische Spielweise der Lakers führt Lausanne ein starkes, diszipliniertes System. Danielsson kann sich so besser integrieren, die klare Nummer Eins im Sturm sein, und erhält dank der Verlässlichkeit seiner Mitspieler mehr Spielraum. Bereits letzte Saison landete der Stürmer in den Top-5 der Skorerliste. Diese Saison könnte er zu einem Sturm auf den Thron anlegen.

 

Regular Season 2014/15: 19 G, 28 A, 47 P

Prognose 2015/16: 25 G, 28 A, 53 P

 

 

2. Leonardo Genoni, HC Davos

 

Genoni belegt den zweiten Platz, und der Grund dafür ist einfach: Der Davoser Torhüter ist einer der sichersten Werte in der Schweiz, spielt auf einem extrem hohen Niveau und blüht vor allem in wichtigen Spielen auf. In den letzten 5 Playoffs hatte der gebürtige Zürcher immer eine Fangquote von über .911, erhielt im Schnitt nur 2.22 Tore pro Spiel und hatte zwei Playoffs (die Meistertitel 2011 und 2015), in denen er pro Spiel weniger als 1.8 Tore erhielt. Wahnsinnswerte. Und das ist erst die halbe Miete, denn wenn man mal die letzten Turniere anschaut, wird Genonis Leistung noch eindrücklicher: 1.46 Tore pro Spiel und eine durchschnittliche Fangquote von 95% machen Genoni zum besten Goalie der Schweiz. Wenn’s drauf ankommt ist der Davoser der beste Spieler der gesamten Liga. Und wäre er zwei Zentimeter grösser, so wäre Genoni schon lange in der NHL und würde Berra und Hiller verdrängen.

 

Regular Season 2014/15 Save-%: .920

Prognose 2015/16: .925

 

 

1.Linus Klasen, HC Lugano

 

Linus Klasen wird im Februar 30 Jahre alt und spielt zur Zeit das beste Hockey seiner Karriere. Und das heisst was. Der Nationalstürmer startete seine Karriere relativ verhalten und schien sein riesiges Talent nie richtig ausspielen zu können. Erst 2013 ging der Knopf so richtig auf – seither bucht er am Laufband. Klasen gilt als Flügel mit einem tödlichen Instinkt und Vision in der Angriffszone. Vor allem im Powerplay dominiert der Schwede nach Belieben und ist am Stock der wohl technisch beste Spieler der Schweiz. Linus Klasen wird auch dieses Jahr um die Top-Skorer-Krone spielen.

 

Regular Season 2014/15: 20 G, 35 A, 55 P

Prognose 2015/16: 23 G, 20 A, 43 P

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